Aus einem Urlaub an der Südküste Kenias wurde für die Familie Dürr aus Ingstetten eine Lebensaufgabe. Der krasse Gegensatz der faszinierenden Natur zu den Lebensumständen in einer der ärmsten Regionen Kenias, vor allem aber die auffallend vielen Straßenkinder bewegten diese Familie, ihr Leben ganz den bedürftigen Kindern und ausgesetzten Babys in diesem Teil des eigentlich als „reich“ geltenden Landes zu widmen. 1997 wurde der als gemeinnützig anerkannte Verein „Projekt Schwarz-Weiß“ e.V. gegründet.
Ein Kinderdorf entsteht
Obwohl der Verein in der ersten Zeit nach seine Gründung nur über geringe Mittel verfügte, begann Gudrun Dürr 1997 auf einem privat erworbenen Grundstück mit dem Bau des ersten Kinderdorfe und es konnten am 13. März 2000 die ersten 8 Kinder aufgenommen werden. Die Regierung registrierte die Einrichtung und das Jugendamt schickte bald weitere Kinder nach Nice View. Weil Edmund Dürr beim Bau der Häuser selbst Hand anlegte und Gudrun Dürr sich Tag und Nacht um ihre Schützlinge kümmerte, fanden immer mehr Kinder Schutz und Geborgenheit im Nice View Children´s Village, von denen einige sonst die nächsten Tage nicht überlebt hätten.